Naturnahe Gärten gestalten und die große Vielfalt genießen!

NABU präsentiert in der Stadtbibliothek Nordhorn eine Ausstellung zum Thema Garten

Die biologische Vielfalt nimmt ab – in der Kulturlandschaft, aber auch in Siedlungen. In Gärten, Parks und auf Balkonen finden Tiere allzu oft nicht mehr das, was sie zum Überleben brauchen: Nahrung, Rückzugsraum und ein Plätzchen für den Nachwuchs. Gleichzeitig wächst das Interesse an naturnahen Gärten. Viele wollen selbst etwas für Insekten und Vögel tun. 

Naturnahe Gärten ermöglichen spannende Naturbeobachtungen für Groß und Klein

(Symbolfoto: NABU/Sebastian Hennigs) 

Die Stadtbibliothek Nordhorn und die NABU Kreisgruppe Grafschaft Bentheim möchten das zunehmende Interesse an naturnahen Gärten fördern und bieten in einer gemeinsamen Aktion verschiedene Möglichkeiten an, sich über dieses spannende Thema zu informieren: In der Zeit vom 16. August bis zum 28. September informiert in den Räumen der Bücherei die Bannerausstellung „Gönn dir Garten“ darüber, wie Hobbygärtnerinnen und -gärtner aus dem eigenen Grün eine Wohlfühloase für sich und die Natur machen können. Sie gibt Tipps für die Auswahl von Pflanzen und einen gesunden Boden und zeigt, wie sich auch ohne Torf und Pestizide gärtnern lässt. Sie stellt vor, wie sich Insekten, Vögel, Fledermäuse, Igel und Co. in den Garten locken lassen. 

 

Zauneidechsen suchen regelmäßig sonnige Plätze im Naturgarten auf. Ideal ist daher die Anlage einer Trockenmauer, die den Eidechsen die Möglichkeit für ein Sonnenbad und gleichzeitig vielfältige Versteckmöglichkeiten bietet. Auf dem Foto zu sehen: links ein Weibchen und rechts ein Männchen der Zauneidechse.  (Foto: NABU/Willi Mayer)

 

Blumenwiesen mit heimischen Wildpflanzen stellen einen unwiderstehlichen Anziehungspunkt für viele Insektenarten dar; insbesondere auch für viele unserer heimischen Schmetterlingsarten. Gleichzeitig bieten sie einen wunderbaren Anblick und einen herrlichen Blütenduft für viele Wochen im Jahr, vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein.

(Foto: NABU/Kathy Büscher)

 

Igel lieben Verstecke und Unterschlupfe, die sie im naturnahen Garten finden können. Sie brauchen aber einen freien Zugang; engmaschige Einzäunungen versperren ihnen den Weg. Igel sind in Gefahr, wenn Schneckenkorn gestreut wird oder beim Mähen und Aufräumen von Reisighaufen nicht auf ihn aufpasst wird.

(Foto: NABU/C. Kuchem)

Neben den heimischen Tieren und Pflanzen kommt aber auch der Mensch nicht zu kurz, denn ein naturnaher Garten bietet viel Raum für Naturerleben, Entspannung, Genuss und Kreativität! Auch dieses ist in der Ausstellung zu erfahren. Ergänzt wird die Ausstellung mit vielfältiger Literatur rund um das Thema naturnahe Gärten, die von der Stadtbibliothek zur Ausleihe bereitgestellt wird. Zudem liegen Informationsmaterialien des NABU für Interessierte zur Mitnahme aus. Die Organisatoren laden herzlich dazu ein, die Ausstellung während der Öffnungszeiten zu besuchen und sich inspirieren zu lassen. Gönnen sie sich und unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt einen naturnahen Garten und entdecken sie seine bunte Artenvielfalt. 

Neun Banner mit vielfätligen Informationen rund um das Thema naturnahe Gärten stehen für interessierte Gärtnerinnen und Gärtner in der Bücherei bereit. Ergänzend liegen Informationsmaterialien zur Mitnahme bereit. (Fotos: NABU/Holger Hüsemann)

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Naturschutzjugend

NAJU Gruppe Nordhorn

und

NAJU Gruppe Schüttorf

Silas Suntrup

Tel.: 0157 39019112

 

Weitere Informationen zur Jugendarbeit :siehe hier

Über 12 Millionen Vogelbrutpaare weniger in Deutschland

Foto: Silas Suntrup

Weitere Informationen: siehe hier

Wissenschaftler belegen dramatisches Insektensterben

Wildbiene              Foto: Gerd Butke

27 Jahre wurden Schutzgebiete untersucht – die Ergebnisse sind erschreckend: Mehr als 75 Prozent weniger Biomasse bei Fluginsekten.

Weitere Informationen: siehe hier